Bei der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung, die am 07. Juni im Büttelborner Volkshaus stattfand, durften sich die anwesenden Mitglieder erneut über eine sehr positive Entwicklung in einer der größten Abteilungen der SKV freuen. Zur Zeit gehören 436 Personen der Abteilung an, von denen 132 Erwachsene und 304 Kinder und Jugendliche sind. Dazu kommen noch 60 Jugendliche von anderen Vereinen, die bei der SKV über ein Zweitspielrecht verfügen. Die positive Mitgliederentwicklung ging auch in der nunmehr zu Ende gegangenen Saison einher mit zahlreichen sportlichen Erfolgen. So sicherte sich die erste Mannschaft in ihrer ersten Gruppenligasaison den Klassenerhalt und belegte einen sehr guten 9. Platz in der Abschlusstabelle und auch die zweite Mannschaft hatte in der A-Liga nichts mit dem Abstieg zu tun. Herausragendes Ergebnis in der prosperierenden Jugendabteilung war ohne Frage die Meisterschaft der A-Jugend in der Gruppenliga und der damit verbundene Aufstieg in die Verbandsliga. Außerdem sicherte sich die Mannschaft den Kreispokalsieg und musste in der gesamten Saison in Pflichtspielen nur eine Niederlage hinnehmen, als man im Hessenpokal gegen Hessenligist Germania Schwanheim unglücklich mit 1:2 Toren unterlag. Doch auch die Ergebnisse von anderen Nachwuchsteams konnten sich sehen lassen. So wurde die B-Jugend in der Gruppenliga Vierter und Kreispokalsieger. Zudem belegten sowohl die E1- als auch die D1-Jugend in ihren Staffeln den ersten Platz. Zwischenzeitlich gehört die Nachwuchsabteilung der SKV-Fußballer nach Rot-Weiß Walldorf zu den Größten und Erfolgreichsten im Kreisgebiet. Bei all diesen Erfolgen wollten auch die Alten Herren nicht zurückstehen. Die sicherten sich nämlich den Kreispokalsieg im Finale „dahoam“ gegen den VfB Ginsheim und gewannen außerdem zum dritten mal in Folge das Hallenturnier bei der SG Dornheim. Jede Menge Lob für die Arbeit in der Fußballabteilung gab es dann auch von Hans-Jürgen Kreim, der als Präsidiumsmitglied des Gesamtvereins anwesend war und der zudem die Neuwahlen des Abteilungsvorstandes durchführte. Der Vorstand wurde schließlich einstimig wiedergewählt. Diesem gehören Abteilungssprecher Andreas Hoffmann, sein Stellvertreter Gerhard Jockel, Rechner Aaron Beißwenger und Jugendleiter Olaf Schwarz an. Als Beisitzer fungieren wie bisher Ulrich Rein, Sascha Kreim und Sebastian König. Außerdem gehört mit Matthias Moritz der Vertreter der Alten Herren dem Vorstand an. Das Wachstum der Fußballabteilung benötigt auch eine entsprechende Infrastruktur und so wies Andreas Hoffmann noch einmal auf die dringend notwendige Renovierung des arg strapazierten Kunstrasenplatzes hin, die für das nächste Jahr vorgesehen ist. Außerdem nimmt auch der Bau eines neuen Funktionsgebäudes erste Konturen an, nachdem die Gemeindevertretung Mittel für die Erstellung eines Bebauungsplanes im Haushalt bereitgestellt hat. Mit dem Dank an alle ehrenamtlichen Helfer und der Bitte an alle Mitglieder, auch bei den nunmehr anstehenden Veranstaltungen wie Beachsoccerturnier, Weinfest und Tag der Jugend wieder tatkräftig mitzuhelfen, endete die harmonische Versammlung nach etwas mehr als einer Stunde.
Am Jahresende wurde ein ereignisreiches Trainings- und Wettkampfjahr wieder gebührend gefeiert und mit geselligem Beisammensein in der Sporthalle abgeschlossen.
Am 18.12.2017 fand die Weihnachtsfeier für die bis zu 5-Jährigen in Begleitung ihrer Eltern, Großeltern, Verwandten statt. Die Übungsleiter bauten unter Iris Merbachs Anleitung einen Abenteuer-Spieleparcours auf. An diesem Tag durfte unter Aufsicht der Verwandten und Bekannten geklettert, getobt und gespielt werden. Nebenbei konnte man sich mit den zahlreichen Kuchen- und Plätzchenspenden stärken. Viel zu schnell war der Nachmittag zu Ende und zum krönenden Abschluss schaute auch der Nikolaus noch einmal vorbei. Nach ein paar Weihnachtsliedern und dem ein oder anderen Gedicht überreichte er den Turnmäusen ein schönes Geschenk.
Drei Tage später fand die Weihnachtsfeier für die älteren Turnkinder statt. Auch hier konnte ausreichend getobt und in Mannschaftsspielen gegeneinander angetreten werden. Die Aktivitäten reichten über Brennball und „Bootsrennen“ bis hin zu Menschen-Memory und Zeitfangen. Am Ende konnten sich alle über ein Unentschieden freuen und belohnten sich mit heißen Würstchen. Auch bei den älteren Kindern schaute der Nikolaus vorbei und hatte für jeden ein Weihnachtsgeschenk mit im Gepäck.
Am 07.05.2017 fanden in Fulda die hessischen Meisterschaften im Kunstturnen statt. Luan Aronica hat es geschafft im letzten Jahr ein dreimonatiges Probetraining am hessischen Turnleistungszentrum und Olympiastützpunkt Frankfurt am Main zu bestehen und hat nun dreimal wöchentlich dort Training. Zusätzlich besucht er montags die Turnstunde der SKV, was ein enormes Pensum für den 2009 geborenen Luan darstellt. Aber mit viel Ehrgeiz und Lust am Turnen schafft er es und die Resultate konnten sich bei den Meisterschaften zeigen. Der bisher für ihn gewohnte klassische 4-Kampf, der an „normalen“ Turnwettkämpfen geturnt wird, wurde durch den 6-Kampf ersetzt. Neben den Geräten Boden, Reck, Barren und Sprung werden Übungen an Ringen und Pauschenpferd (für den Nachwuchs der „Pilz“) gezeigt. Gefordert werden allerdings nicht die standardmäßigen Pflichtübungen der Stufen 1-10, sondern vorgeschriebene Elemente für eine entsprechende Altersklasse, die den bisherigen Leistungsstand des leistungssportlichen Nachwuchses zeigen und vergleichbar machen sollen. Gleichzeitig sollen sie auch Leistungsziele für den Tuner darstellen. Die AK-Übungen werden in Pflichtübungen und Kür unterteilt. Da Luan 2009 geboren ist, startete er in der Gruppe der Altersklasse 8 (AK8) Pflichtübungen. Den Weg nach Fulda trat Luan mit seiner Familie an sowie der Trainerin aus Frankfurt. Ein Trainingskollege von ihm startete ebenfalls in der selben Altersklasse. Insgesamt hatten die beiden nur vier Monate Zeit, sich auf den Wettkampf vorzubereiten und bei der Schwere der Übungen ist dies fast schon eine kleine Sensation.
Gestartet wurde am Boden. Luan zeigte eine solide Übung mit einem Patzer beim Schweizer Handstand, was aber durch die Nervosität sicher zu verkraften ist. Gute Punkte gab es dafür beim nächsten Gerät, den Ringen. Eine saubere Ausführung der Übung gleichte den Boden etwas aus. Am Sprung musste aufgrund der kurzen Trainingszeit ein Salto ausgelassen werden. Trotzdem zeigte sich Luan auch hier sehr konstant und mit großer Konzentration. Das Pauschenpferd stellt jeden Turner vor großen Herausforderungen, es ist ein schwieriges Gerät und dieses musste leider ebenfalls aus Trainingsgründen weggelassen werden. An seinem Lieblingsgerät dem Reck kam Luan wieder zurück und turnte eine nahezu perfekte Übung und zeigte den Konkurrenten, die teilweise schon viel länger trainieren, wo Punkte zu holen waren. Der Barren klappte dann leider nicht so, wie er sich das vorgestellt hatte. Nach fünf Geräten ist am Ende nochmal volle Konzentration gefragt. Er rutschte ab und verlor somit wichtige Punkte.
Luan erzielte von 12 Teilnehmern den 9. Platz und darauf kann er sehr stolz sein. Mit mehr Training und mit viel Disziplin wird er die vorderen Plätze angreifen, da ist man sich sicher! Der Dank geht an dieser Stelle auch an das Trainingszentrum in Frankfurt, die ihn auf diesen Wettkampf so gut vorbereitet haben.
Erfolgreicher Wettkampf für die Turner der SKV in Walldorf
Wie jedes Jahr im März stehen die Wettkämpfe der Turner an. In diesem Jahr ging es für die Jungs der SKV Turnabteilung am 18.03.2017 zum TGS Walldorf. Nach den letztjährigen Erfolgen beim
Main-Rhein-Pokal der Schüler waren die Erwartungen bei Turnern und Trainer hoch und alle freuten sich auf einen fairen und guten Wettkampf. Gemeldet waren neben Corbinian Barthel im Wettkampf Nr. 3 Vierkampf P4-P5 Jahrgang 2005 und jünger, Loris Aronica im Wettkampf Nr. 2 Vierkampf P4-P5 Jahrgang 2003 und jünger auch Linus Herzberger, dessen erster großer Wettkampf es für die SKV war. Linus trat im Feld der „Kleinsten“ an, im Wettkampf Nr. 6 Vierkampf P2-P3 2009 und jünger.
Nach vielen Wochen der Vorbereitung auf den Wettkampf mit extra Trainingsstunden, wollte man an allen Geräten zeigen, was man sich hart erarbeitet hat. Nervosität und Anspannung gehören auch dazu. Schließlich verlangt es doch Mut sich ganz alleine den Kampfrichtern zu stellen und sich bewerten zu lassen, sofern die kleinsten Fehler vielleicht das große Ziel verhindern können, nämlich einen Platz auf dem Treppchen und damit eine begehrte Medaille. Vor allem Linus war sehr aufgeregt, aber durch aufmunternde Worte fand er bei Wettkampfbeginn wieder zu sich.
Nach dem einstündigen Einturnen an allen Geräten, begann der Wettkampf pünktlich um 10 Uhr und nun hieß es Daumen drücken. Während sich Corbinian und Loris zunächst dem Barren stellen mussten, ging es für Linus ans Reck. Alle Turner zeigen ihre Pflichtübungen (P-Übungen) an den vier Geräten Boden, Sprung, Reck und Barren. Dies ist der klassische Vierkampf, wobei die Pflichtübungen mit aufsteigender Nummer schwieriger werden. In höheren Wettkämpfen und mit zunehmendem Alter des Turners kommen später Pauschenpferd und Ringe hinzu (Sechskampf).
Linus turnte am ersten Gerät keine fehlerfreie Übung, was vermutlich der Unkonzentriertheit und Nervosität zugeschrieben werden muss. Was zählt ist aber die gezeigte Leistung und da gab es dann leider zurecht Abzüge für ihn. Schon nach dem ersten Gerät war klar, dass es für Linus sehr schwer sein würde einen Medaillenrang zu erreichen. Die Turner des TV Ober-Ramstadt waren in Spitzenform und die größten Gegner um das „Edelmetall“. Fast alle der vier Ober-Ramstädter turnten eine fehlerfreie Übung. Aber in einem Wettkampf kann viel passieren und es war ja auch erst das erste Gerät. Der Ehrgeiz war auf jeden Fall ungebrochen.
Strenge Bewertungen gab es hingegen bei Corbinian am Barren, obwohl er eine saubere Übung turnte. Loris zeigte am Barren eine sehr solide Leistung und hatte 0,8 Punkte Abzug. Damit war er am Barren der Beste von allen in seinem Wettkampf.
Nach dem Wechsel ging es für Linus zum Boden. Auch hier schlichen sich leider kleine Flüchtigkeitsfehler ein, die ihm wertvolle Punkte kosteten, sodass sich der Abstand zur Spitze vergrößerte. Loris und Corbinian gingen nun zum Reck, an dem sie beide die P5 zeigten. Leider hatte Loris hier Probleme beim Abgang, nach einer bis dahin fehlerfreien Übung.
Drittes Gerät. Für Loris und Corbinian ging es zum Boden. Linus war am Sprung gefordert. Dieses Gerät stellt eigentlich bei einem guten Sprung eine sichere Punktgarantie dar und man hat für den perfekten Sprung zwei Versuche.
Der letzte Wechsel stand bevor und Linus musste zu seinem schwächsten Gerät dem Barren. Nun ist es auch nicht leicht, eine solch enorme Kraftanstrengung zu zeigen, wenn man noch so jung ist. Er hatte allerdings deutliche Abzüge, während die Ober-Ramstädter auch hier ihre konstant sehr gute Leistung abriefen. Corbinian und Loris waren nun am Sprung dran. Der Perfekte Sprung gelang am ehesten Corbinian mit nur 0,7 Abzug und war unter seinen Mitstreitern damit deutlich der Beste. Loris zeigte ebenfalls einen sauberen Sprung und setzte sich an diesem Gerät deutlich nach vorne in den Medaillenbereich. Auch Corbinian konnte dies mit seinem Sprung erreichen. Was sie aber zu diesem Zeitpunkt natürlich noch nicht wussten. Erstmal war der Wettkampf zu Ende und das Warten auf die Siegerehrung wurde durch Fußballspielen mit den anderen Turnern verkürzt. Was mal wieder zeigt, dass Sport verbindet und man nur im Wettkampf Konkurrent ist.
Die anstehende Siegerehrung war für unsere Turner ein toller Erfolg. Loris belegte in seinem Wettkampf einen hervorragenden zweiten Platz. Corbinian wurde Dritter und verpasste den zweiten Rang um 0,3 Punkte. Linus musste sich am Ende nur den vier ober-ramstädter Turnern geschlagen geben und belegte bei seinem ersten Wettkampf Platz 5 von 13 Turnern in seinem Wettkampf. Ein erfolgreicher Wettkampftag ging für die SKV Turner zu Ende mit zwei Medaillen und einem tollen Start für Linus in seine aktive Turnkarriere und die Zukunft lässt natürlich hoffen.
Beim nächsten Wettkampf werden die Karten neu gemischt!